Klinische Chemie

Die Zuverlässigkeit von laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen ist essentiell für die Patientenversorgung.
In der Laborgemeinschaft wird das profunde Wissen unserer Mitarbeiter mit der notwendigen Technologie zusammengeführt, um schnelle Ergebnisse auf einem hohen Qualitätslevel liefern zu können.
Innerhalb sehr kurzer Zeit werden Proben mit lebenswichtigen Parametern wie z.B. Troponin I oder Bilirubin neonatal anaylsiert. Sie erhalten die Befunde umgehend schriftlich, telefonisch oder durch Datenabruf.

In der Fachabteilung Klinische Chemie werden die grundlegenden Parameter der laboratoriumsmedizinischen Diagnostik analysiert:

  • Herzenzyme (Troponin I, CKMB)
  • Hormone (TSH, fT3, fT4)
  • Blutzuckerdiagnostik, HbA1c
  • Elektrolyte
  • Nierenwerte (Kreatinin, GFR, Cystatin C)
  • Entzündungswerte (CRP, Procalcitonin)

Fachinformationen


 

Osteoporose-Labordiagnostik

Osteoporose - Definition: Minderung der Knochenmasse und Veränderung der Knochenstruktur, die zu einer erhöhten Frakturgefahr führen. Prävalenz: Ca. 25% aller Frauen und 10% aller Männer > 60 Jahre sind betroffen. Häufigste Knochenerkrankung. Jede dritte bis vierte Frau im Alter ab 70 Jahren erleidet mindestens eine osteoporotische Fraktur.

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Cystatin C – sensitiver Marker der glomerulären Filtrationsrate (GFR)

Von den nicht invasiven Verfahren hat Cystatin C die höchste diagnostische Sensitivität, eine reduzierte GFR anzuzeigen - auch im sogenannten "kreatininblinden" Bereich, denn zu einem Cystatin C-Anstieg kommt es bereits bei einer moderaten Einschränkung der GFR zwischen 80 und 40 ml/min.

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Diagnostik von Fettstoffwechselstörungen

Entsprechend der „Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Dyslipidämien“ (ESC/EAS/DGK) werden keine Referenzbereiche sondern Therapieziele in Abhängigkeit vom klinischen Bild bzw. dem „HeartScore“ empfohlen. Die Risikoabschätzung kann anhand der SCORE-Tabellen (www.escardio.org) oder mithilfe des Heart Score Rechners (www.heartscore.org) erfolgen.

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NT-ProBNP

Pro-Brain–Natriuretisches Peptid.
Parameter für die Diagnose und Verlaufskontrolleder Herzinsuffizienz.
Ca. 10 Prozent im Alter über 65 Jahre und 50 Prozentüber 85 Jahre sind herzinsuffizient!

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Kardiovaskuläres Risiko und metabolisches Syndrom

Rund ¼ der westl. Bevölkerung weist Zeichen eines metabolischen Syndroms auf mit zunehmendem Alter. Mit 50 bis 60 Jahren erfüllen 30 bis 50 Prozent der Bevölkerung die Kriterien. Die Diagnose eines metabolischen Syndroms bedeutet eine drei- bis vierfach höhere Mortalität und ein drei- bis vierfach höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und bestimmte Karzinome.

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Lipoprotein-assoziierte Phospholipase A2 (Lp-PLA2)

Hohe Lp-PLA2-Werte im Blut zeigen eine hohe Entzündungsaktivität innerhalb der arteriellen Gefäßwand an und bedeuten ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Ein erhöhtes Lp-PLA2 erfordert in der Regel eine intensivere Behandlung modifizierbarer Risikofaktoren (Hyper- und Dyslipidämie, Hypertonie). Risikofaktoren nach NCEP-ATP III sind: Zigarettenrauchen, Bluthochdruck, HDL-Cholesterin < 40  mg/dL; Familienanamnese für vorzeitige KHK.

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Diabetes mellitus und Labordiagnostik

Das Lebenszeitrisiko für das Auftreten eines Diabetes mellitus in Deutschland steigt. Laboruntersuchungen ermöglichen bei gezielter Anforderung die frühzeitige Erkennung (Prädiabetes, Insulinresistenz), die richtige therapeutische Einstellung und das Erkennen von Begleiterkrankungen (Lipidstoffwechsel, Niere).

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Schilddrüsendiagnostik

Die Empfehlungen der Sektion Schilddrüse der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie zum diagnostischen Vorgehen bei den verschiedenen klinischen Fragestellungen und internationalen Standards begrenzen sich auf die Bestimmung des TSH bei V. a. Schilddrüsenerkrankung ohne schwere allgemeine Störungen. Je nach Resultat sind dann ggf. weitere Parameter erforderlich

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Oraler Glukosetoleranztest (oGTT) und Glukose-Screening (GCT)

Die Entwicklung eines Typ 2-Diabetes wird im oralen Glukosetoleranztest früher evident als anhand des Nüchternglukosewertes. Die Kombination mit Proinsulin intakt erfasst die ß-Zelldysfunktion (Insulinresistenz)

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Differenzialdiagnostik der Proteinurie

Eine persistierende Proteinurie ist ein bedeutender und von der Nierenfunktion (KreatininClearance) unabhängiger Indikator für eine Nierenerkrankung. Zur Abklärung ist die Kenntnis des Ausmaßes und des Musters der Proteinurie essenziell; denn die Art der beteiligten Eiweiße gibt Aufschluss über die zugrundeliegende renale Erkrankung (Glomerulonephritis, interstitielle Nephropathie). Darüber hinaus kann die Konstellation der Markerproteine auch auf eine nicht renal bedingte Proteinurie (prärenale Überlaufproteinurie, postrenale Blutung) hinweisen.

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Sinnvolle Labordiagnostik bei CK-Erhöhung

Eine Erhöhung der Creatinkinase (CK) wird häufig unerwartet im Rahmen einer routinemäßigen Blutentnahme festgestellt. Sie kann belastungsbedingt und harmlos (Sport) oder traumatisch verursacht sein (Sturz, i.m. Injektion, Operation, epileptischer Anfall, etc.). Bei Persistenz sollte auch bei leichten CK-Erhöhungen eine Abklärung erfolgen, wobei ein großes Spektrum an Differenzialdiagnosen zu berücksichtigen ist. Die Rhabdomyolyse geht mit einer kritischen CK-Erhöhung mit rasch steigender Tendenz und der Gefahr einer Niereninsuffizienz einher und stellt einen Notfall dar.

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Troponin I highsensitiv

Kardiales Troponin I hs ist ein sehr spezifischer und sensibler Marker einer Myokardschädigung und hat die höchste prognostische Bedeutung. Das Troponin I hs zeigt eine Verbesserung der Sensitivität im unteren Messbereich und eine verbesserte Präzision. Dies erleichtert die Dynamikkontrollen bei niedrigen Konzentrationen (z.B. < 100 ng/l). Troponin I steigt beim Myokardinfarkt nach zwei bis sechs Stunden im Blut an, erreicht seinen Maximalwert nach 15- 24 Stunden und fällt nach etwa sieben Tagen wieder in den Referenzbereich ab.

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Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) mittels CKD-EPI-Formel

Entsprechend der aktuellen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) zur Abschätzung der glomerulären Flitrationsrate vom 10.4.2014 wird auf den Befunden jetzt zusätzlich zur MDRD auch der CKD-EPI-Wert angegeben.

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Hochsensitive Bestimmung des Procalcitonin – zur Reduzierung des Antibiotika-Verbrauchs - seit Oktober 09 aufgenommen in die S3-Leitlinie (AWMF)!

Der Entzündungsparameter PCT (Procalcitonin) ist in die neue S3-Leitlinie zur Epidemiologie, Diagnostik, antimikrobieller Therapie und dem Management erwachsener Patienten mit ambulant erworbenen tiefen Atemwegsinfektionen sowie Pneumonie aufgenommen worden. Der Biomarker eignet sich für eine verbesserte Steuerung der Antibiotikatherapie und hilft, unnötige Antibiotikagaben und die damit einhergehenden bakteriellen Resistenzen zu vermeiden.

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Homocystein

Ein unabhängiger Marker für kardiovaskuläre und neurodegenerative Erkrankungen

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