Molekulare Diagnostik (Infektiologie)

Der molekulare Nachweis von viralen und bakteriellen Erregern bzw. deren Nukleinsäuren (RNA und DNA) ist sehr sensitiv, schnell und spezifisch, erlaubt eine genaue Diagnosestellung und spielt bei der Therapiewahl eine wichtige Rolle.

Zusätzlich sind molekularbiologische Methoden vom Vorteil bei der Identifizierung von schlecht bzw. nichtanzüchtbaren Erregern (z. B. Chlamydien, Borrelien, Enteroviren) oder bei Vorliegen von sehr geringem Probenvolumen bzw. einem für den Patienten belastenden Entnahmeweg (z. B. Liquor, Bronchiallavage oder Punktat).

Bei den meisten Untersuchungen liegen die Ergebnisse am nächsten Tag vor, bei einigen Notfallparametern sogar tagesgleich, wenn die Proben bis um 15:00 Uhr im Labor sind.

Unsere Schwerpunkte sind:

  • Bestimmung der HIV-, HBV- und HCV-Viruslast bei Erstdiagnose und zur Therapiekontrolle (Cobas 6800 Roche Diagnostics) sowie Hepatitis C-Genotypbestimmung
  • Nachweis von Influenza und anderen respiratorischen Erreger (RSV, Pertussis, Legionellen)
  • Nachweis von VZV, HSV, BK-Viren, Zytomegalie- und Epstein-Barr-Viren v. a. bei immunsupprimierten Patienten
  • STI-Erreger (Chlamydien, Gonokokken, Mykoplasmen, Trichomonaden)
  • Nachweis von hygienerelevanten Erregern (MRSA, EHEC/EPEC, Noro- und Rotaviren, Hepatitis A und E)
  • Identifizierung und Differenzierung von sehr langsam wachsenden Haut- und Nagelpilzen (Dermatophyten) mittels Multiplex-PCR

Fachinformationen


 

STD-Screening durch PCR

Zu den weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen gehören, neben HIV, Hepatitis B und C, Humanen Papillomaviren und Syphilis, auch Chlamydien, Gonorrhoe, Trichomonaden, Herpes simplex virus (HSV) Typ1/2 und Mykoplasmen/Ureaplasmen. Unbehandelt können diese Infektionen die Gesundheit jedoch dauerhaft schädigen und zu Unfruchtbarkeit und chronischen Erkrankungen führen.

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Stufendiagnostik von viralen Gastroenteritiden

Rota-, Adeno- und Noroviren gehören zusammen mit Salmonellen und Campylobakter zu den häufigsten Erregern der ambulant erworbenen Gastroenteritiden.

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Hepatitis B-Virus-DNA

Der Nachweis von Hepatitis B-Virus (HBV)-DNA im Blut wird in der Regel zur Bestimmung der Viruslast im Vorfeld oder zum Monitoring einer Therapie von HBV eingesetzt; weitere Indikationen sind die Bestimmung der Infektiosität von Blut und Blutprodukten.

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Dermatophyten-PCR

Dermatophyten sind Fadenpilze, die epidermale Mykosen verursachen. Die drei wichtigsten Gattungen der Dermatophyten sind: Trichophyton, Microsporum und Epidermophyton. Die Diagnose der Pilzinfektion basiert derzeit auf Mikroskopie, Histologie und Kultivierung. Da die direkte Mikroskopie jedoch zu unspezifisch und die Anzucht langwierig ist (zwei bis vier Wochen), stellt die PCR in Kombination mit den anderen Befunden eine neue Option bei der Diagnosefindung oberflächlicher Pilzinfektionen dar.

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HPV-Test im Rahmen des Programms zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs
 

NEU: Ko-Testung aus zytologischer Untersuchung und HPV-Test alle 3 Jahre für Frauen ab 35 Jahren.

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