Autoimmun-Diagnostik

Unser Labor führt zahlreiche Autoantikörperbestimmungen zur Abklärung von Vaskulitiden und Kollagenosen sowie weiteren Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis durch. Analysiert werden ebenso Autoantikörper bei Verdacht auf organspezifische Autoimmuno-pathien, der autoimmunen Schilddrüsen- und Lebererkrankungen, der Zöliakie, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und des Diabetes mellitus Typ 1. Auch seltene Autoantikörper, wie z.B. zur Abklärung blasenbildender Hauterkrankungen und paraneo-plastischer neurologischer Krankheitsbilder werden vor Ort in unserem Labor bestimmt.

Unser Laborteam verfügt über jahrelange Erfahrung auch in der zeitintensiven indirekten Immunfluoreszenzdiagnostik, die nach internationalem Konsens nach wie vor der Goldstandard zur Bestimmung der ANA ist. Zum Nachweis von Antikörpern werden auch Immunoassays (EIA, FEIA und RIA) sowie Line Blots eingesetzt. Alle auffälligen Autoantikörperbefunde werden ärztlich validiert und durch einen Befundtext interpretiert.

Ständig werden neue Autoantikörper identifiziert, vor allem in Assoziation mit neurologischen Syndromen. Diese Parameter, die noch nicht zu unserem Portfolio gehören, können in ebenfalls akkreditierten Partnerlaboren analysiert werden, wobei wir den Laborversand für Sie übernehmen.

Die meisten Antikörper, insbesondere die zeitkritischen Parameter, wie z.B. antineutrophile zytoplasmatische Antikörper werden am Tag nach Probeneingang bestimmt (Mo-Fr). Die zur Diagnostik relevanten Antikörper sind in unserer Laborinformation, Autoantikörper nach Indikationen, zusammengefasst. Auf der Spezialdiagnostikkarte wurden von uns Profile für Autoimmopathien formuliert, die deren Abklärung erleichtern. Gerne beraten wir Sie auch persönlich.

Fachinformationen


 

COMP – Cartilage Oligomeric Matrix Protein

Ein neuer Marker für destruktive Prozesse an Gelenken

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Autoantikörperdiagnostik nach Indikationen

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Autoantikörper bei bullösen Autoimmundermatosen

Blasenbildende Autoimmundermatosen sind Erkrankungen, bei denen gegen Strukturproteine der Haut bzw. Schleimhaut gerichtete Antikörper eine Spaltbildung hervorrufen. Während bei den Pemphiguserkrankungen eine intraepitheliale Spaltbildung zu beobachten ist, kommt es beim Pemphigoid zu einer subepidermalen Blasenbildung.

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Antikörper gegen Cyclisches Citrulliniertes Peptid (CCP-AK)

Die rheumatoide Arthritis (RA) ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen und betrifft ca. ein Prozent der Weltbevölkerung. Sie ist eine chronische Erkrankung, die durch die Entzündung der Synovia in den Gelenken gekennzeichnet ist und langfristig zu einem Gelenkschaden mit chronischen Schmerzen, Funktionsverlust und Invalidität führen kann. Zusätzlich sind extraartikuläre Komplikationen möglich, so dass eine frühe Diagnose und Behandlung entscheidend ist, um die Lebensqualität des Patienten zu erhalten.

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